Dienstag, 19. November 2013

Fortschritte?

Letzte Woche kam endlich der Brief von der Krankenkasse, dass sie die Kosten für die Therapie übernehmen. Wirklich damit gerechnet hatte ich nicht, dazu bin ich zu pessimistisch.
Gestern hat meine Therapeutin versucht, mich zu erreichen, ich saß aber in der Vorlesung und habe es nicht gehört. Sie hat dann zu Hause angerufen und mit meiner Mutter geredet. Und ich muss jetzt zurückrufen, obwohl ich Angst davor habe und es von Mal zu Mal schlimmer wird. Obwohl ich in diesem Moment eigentlich auch in der Uni sitzen sollte. Ich habe es heute nicht geschafft - das erste Mal in diesem Semester, später als das in Berlin der Fall war, aber dennoch viel zu früh. Ich lag im Bett und mein Wecker hat geklingelt und ich konnte nicht aufstehen. Das ging so weit, dass ich deswegen fast geheult habe und mir unglaublich schlecht war, also habe ich es gelassen und jetzt plagt mich das schlechte Gewissen deswegen. Norwegisch geht ja noch, den Kurs hatte ich schon einmal, aber gerade in Linguistik habe ich Angst, nicht mehr mitzukommen, wenn ich da jetzt fehle. Ich habe ohnehin schon unglaubliche Angst, wenn ich nur an die Klausur denke, weil die einerseits so weit in der Zukunft liegt und es andererseits überhaupt nicht mehr lange dauert, bis Februar ist. Da sind diese ganzen Fachbegriffe und es werden von Woche zu Woche mehr und ich muss sie alle können und manchmal frage ich mich, ob es nicht zu früh war, das Studium wieder aufzunehmen.
Meine Familie ist natürlich auch keine große Hilfe. Wenn ich etwas erzählen will, komme ich entweder gar nicht erst zu Wort oder kassiere blöde Sprüche oder Reaktionen à la "Ja, red ruhig, uns interessiert das eh nicht, HEY, ich hab hier voll das spannende Thema, halt mal die Klappe!"
Natürlich sagen sie das nicht so, aber es hat auf mich genau diese Wirkung und das trägt natürlich seinen Teil dazu bei, dass ich keine Motivation für die Uni aufbringen kann. Ich würde gerne ausziehen, aber dafür habe ich kein Geld, ich bekomme kein BAföG, ich habe keinen Job und ich habe Angst, dass ich einen Job nicht einmal durchstehen würde, egal wie oft ich sage, dass ich gerne einen hätte.
Ich werde dann wohl mal versuchen, meine Therapeutin zu erreichen, ohne beim bloßen Anblick des Telefons Panik zu kriegen. Was ich meiner Mutter sagen werde, weiß ich auch noch nicht. Vermutlich, dass der Kurs ausgefallen ist. Sie würde die Wahrheit eh nicht verstehen.

Nachtrag: Das Telefonat lief besser als gedacht. Ich hab sogar noch diese Woche den Termin und ich bin echt gespannt, wie das wird...

Donnerstag, 31. Oktober 2013

NaNoWriMo 2013

Es ist mal wieder so weit und der November steht vor der Tür. Während andere Leute am Abend von Haus zu Haus ziehen, sich verkleiden und feiern, werde ich wie auf glühenden Kohlen in meinem Zimmer hocken und Mitternacht entgegenfiebern.
Mein Ziel diesmal? 50.000 Wörter zu schaffen. 2010 und 2012 hat es immerhin auch gut geklappt und habe mir für dieses Jahr keinen Roman, sondern eine Kurzgeschichtensammlung vorgenommen. Ich denke nicht, dass ich im November wirklich dazu kommen werde, hier zu schreiben, aber in einem Monat dann wieder.

Uni läuft bislang auch gut. Meine Norwegischdozentin hat mich wiedererkannt und Empirische Sprachwissenschaft macht mir bislang echt viel Spaß - sogar der naturwissenschaftliche Teil.
Allen, die am NaNo teilnehmen wünsche ich viel Erfolg, allen anderen, dass sie von meinen Tweets nicht zu sehr genervt werden. 

Mittwoch, 23. Oktober 2013

Uni und was dazu gehört

Eigentlich freue ich mich darauf, dass nächste Woche die Uni anfängt. Eigentlich. ich bin schrecklich nervös deswegen und vielleicht ist es dieses Mal noch schlimmer, weil zu gewissermaßen zum Anfang zurückkehre und mich frage, was ich tue, wenn ich mir bekannte Leute treffe. Was, wenn sie mich fragen, wo ich war, was ich gemacht habe, warum ich wieder da bin?
Fakt ist, dass ich dieses Studium wirklich machen will. Und dass ich es hier durchziehen will. Ich mag Kiel, ich mag den Norden, ich mag die Nähe zum Meer und ich werde hier nicht wie in Berlin einsam und allein in meiner Wohnung hocken und mich fragen, wie ich das noch eine weitere Woche durchstehen soll. Aber trotzdem sind die Zweifel da und begleiten mich, wenn ich aufstehe, wenn ich esse, wenn ich draußen bin, wenn ich am PC bin und wenn ich abends ins Bett gehe. Es geht, wenn ich Leute treffe, weil das die ganzen negativen Gedanken in den Hintergrund drängt. Aber sie fangen an, kaum dass ich wieder allein bin.
Ich hoffe jeden Tag, dass meine Therapeutin sich meldet und mir sagt, dass die Krankenkasse den Antrag endlich bewilligt hat, aber bis dahin wird es vermutlich noch ein Weilchen dauern. Zum Arzt müsste ich auch mal wieder. Und allgemein so viele Dinge erledigen, für die ich keinen Nerv habe. 

Montag, 22. Juli 2013

Seltsame Stimmung

Momentan geht es mir gut, glaube ich. Ich freue mich jedenfalls sehr auf den August.
Dafür waren Freitag und Samstag irgendwie echt scheiße, so von der Stimmung her. Keine Lust, irgendetwas zu tun, teilweise wollte ich noch nicht einmal mit jemandem reden oder schreiben. Inzwischen geht es aber wieder. Zu tun habe ich aber noch immer nichts. Kann ich nicht diese langweiligen Tage einfach überspringen?
Am 31. fahr ich nach Kiel. Am 4.8. ist CSD Hamburg, auch wenn ich vermutlich alleine hinfahren darf. Yay. Dann Summer Breeze und dann endlich Dänemark mit Tasha und genso. ♥
Mehr habe ich gerade eigentlich nicht zu sagen. Ich will an den Strand, aber bei dem Wetter würde ich vermutlich eingehen auf dem Weg...

Donnerstag, 18. Juli 2013

Zwischen Fragebögen und Langeweile

Therapie läuft an. Montag hatte ich das erste Gespräch mit der Therapeutin, sie wirkt sehr sympathisch, aber viel kann man nach 50 Minuten ja noch nicht dazu sagen. Ich habe aber wieder einen Fragebogen bekommen. Er ist teilweise dem aus Eckernförde sehr ähnlich, aber doch irgendwie anders.

Ansonsten passiert zur Zeit nicht viel. Ich spiele recht oft mit Nadine The Old Republic, ein Star Wars MMO und ich telefoniere auch viel mit Freunden, aber ich verbringe auch viel Zeit damit, doof in der Gegend rumzusitzen und zu vergessen, welchen Tag wir eigentlich haben.

Dafür geht mir ein Ereignis vom letzten Freitag nicht aus dem Kopf. Ich bin nach Kiel gefahren, um ein paar Fotos zu machen, was ich auch getan habe. Auf der Hinfahrt war der Zug so voll, dass ich stehen musste - vor mir eine junge Frau mit einem kleinen Kind im Kinderwagen. Das Kind hat nicht wirklich auf sie gehört und sie schwankte zwischen wütend und verzweifelt, wobei ich definitiv sagen würde, dass verzweifelt überwiegt. verzweifelt und überfordert und in manchen Momenten wollte ich sie einfach nur in den Arm nehmen und ihr helfen, was ich aber nicht konnte. Ich habe den Schnuller aufgehoben, den das Kind runtergeworfen hat, mehr konnte ich nicht für sie tun. Beim Aussteigen haben wir und kurz angelächelt und das war's dann. Ich werde sie vermutlich nie wieder sehen, aber es ist jetzt fast eine Woche her und es geht mir nicht aus dem Kopf. Irgendwie würde ich sie gerne wiedersehen und kennenlernen und ihr helfen. Ich weiß auch nicht...

Mittwoch, 3. Juli 2013

Schlaflose Nächte

Eigentlich war mit meinem Umzug und der Tagesklinik schon eine Besserung eingetreten. Eigentlich. In letzter Zeit (Die Nacht von Sonntag auf Montag und die jetzt, von Dienstag auf Mittwoch) kamen meine Probleme alle wieder hoch. Vor allem aber nächtliche Panikattacken, auf die ich wirklich sehr, sehr gut verzichten kann.  Im Forum bei FF.de schrieb mal jemand, sie würde das auch gerne erleben. Glaubt mir, niemand will das. Es ist grauenvoll, wenn man aufwacht und keinen Muskel rühren kann. Es ist grauenvoll, wenn das Unterbewusstsein einem Gestalten und Geräusche vorgaukelt, die dort nicht sind und die sich so echt, so bedrohlich anfühlen. Es ist grauenvoll, wenn man schreien will und es nicht kann.
Ich hatte das in Berlin so oft, dass ich mich schon bewusst daraus lösen konnte. Letzte Nacht ging das nicht. Letzte Nacht war da einfach nur Angst und ich weiß nicht, wie viel Zeit verstrichen ist, bis ich irgendwann schweißgebadet aufgewacht bin und kurz vor einem Heulkrampf stand, während ich todmüde war und mein Körper sofort wieder einschlafen wollte. Mein Verstand hingegen hatte Angst, dass es noch einmal passieren wird und wollte krampfhaft wachbleiben, obwohl ich nicht einmal die Augen offen halten konnte.
Es ist nicht noch einmal passiert. Dafür hatte ich Albträume und bin ständig hochgeschreckt und verfalle wieder in alte Muster. Tagsüber passieren solche Dinge nicht, vormittags kann man schlafen, dann steht man halt erst Mittags auf. Ja, scheiße. Genau das, was ich nicht will und soll.
Und jetzt habe ich vergessen, was ich sonst noch schreiben wollte. Wird Zeit, dass die Therapeutin sich meldet. Ich will nicht mehr. 

Sonntag, 30. Juni 2013

Gute Nachrichten

Ich muss sagen, so an sich habe ich ja nichts gegen das Wetter. Ich bin kein Freund von zu viel Sonne (meine Augen tränen dabei jedes Mal wie blöde) und ich mag Regen und Sturm. Insofern ist das alles gerade gar nicht so schlecht.

Außerdem gibt es gerade ein paar schöne Neuigkeiten.
-Dienstag wird mein Autoradio eingebaut
-Ich kann den Therapieplatz in Kiel definitiv kriegen
-nächstes Wochenende sehe ich meine Oma wieder
-das Wochenende darauf vielleicht die Verwandtschaft mütterlicher Seite
-Im August geht's aufs Summer Breeze!
-vorher geht's nach Hannover, wo ein Kumpel und ich unsere Geburtstage nachfeiern wollen
-neue Haarfarbe! :D

Ja. ich bin gerade zu faul, ganze Sätze zu schreiben (das tue ich schon in den OneShots für einige Wettbewerbe und Wichtelaktionen auf FF.de) und werde jetzt mal Haare färben gehen, in der Hoffnung, dass es was wird, ich bin ja immer noch skeptisch.