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Montag, 25. Juli 2011

R.I.P.

Aus aktuellem Anlass...mir fehlt die Energie, einen Konzertbericht zu Gackt zu schreiben. Also erst einmal das hier, bereits vor wenigen Tage auf fanfiktion.de veröffentlicht...

Ich sah den Tod nie als etwas Schlimmes an. Eher als einen Ausweg aus dieser Welt, die so schlecht ist, so verkommen.
Doch auch ich fühle etwas, wenn Menschen sterben, die mir nahe stehen. Damit meine ich nicht nur Verwandte oder Freunde…auch Musiker. Die Menschen, die mich mit ihrer Musik berühren können, deren Musik mich oben hält, wenn ich am verzweifeln bin und gerade niemand da ist, der mich auffangen könnte.
Es ist so einfach, in den sanften oder harten Klängen zu versinken, die Welt um mich herum auszublenden und einfach mal abzuschalten. Ich weiß nicht, was ich ohne diese Musik getan hätte. In den schwersten Zeiten, als sich alle Freund von mir abwandten, war sie noch immer da. Etwas, an das ich mich klammern konnte.
Persönlich kenne ich keinen dieser Musiker. Ich gehe auf Konzerte, lasse mich von der Masse mitreißen und vergesse einfach. Ich bin alleine irgendwo, höre Musik und vergesse wieder.

Doch Tragödien gibt es immer wieder. Musiker sind auch nur Menschen, die irgendwann sterben. Viele von ihnen zu früh, zu jung. Ihre Musik bleibt erhalten, in den Herzen der Fans leben sie weiter…doch es ist, als hätten sie ein Loch hinterlassen, das man nicht füllen kann.

Sterben gehört zum Leben. Irgendwann ist es bei jedem soweit. Wichtig ist, dass man die Menschen in Erinnerung behält.

R.I.P.
Sid Vicious († 1979)
Kurt Cobain († 1994)
hide († 1998)
Jasmine You († 2009)
Daisuke Ochida († 2010)
Zill († 2010)
Taiji († 2011)
Isshi († 2011)
Und all die anderen...

Samstag, 14. Mai 2011

Vampire Saga

Wenn ich mir so meine Statistiken angucke, fällt auf, dass es definitiv die Konzertberichte sind, die am meisten angeklickt werden. Finde ich super, ursprünglich war der Blog auch dazu gedacht, Konzertberichte zu zeigen und nebenbei noch ein paar andere Dinge aus meinem Leben.

Wie auch immer, hier ein weiterer Bericht von einem Konzert. D im Logo in Hamburg.

Mein Tag begann entspannt. Ausschlafen, dann Frühstücken, umziehen und schminken und gegen halb 1 habe ich mich auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Im Zug dann Mareike und Jenny getroffen und zu dritt verging die Fahrt nach Hamburg dann auch recht schnell. Mareike ist bis Hauptbahnhof gefahren, um ihren Freund abzuholen, Jenny und ich stiegen in Dammtor aus, gingen bei der Uni kurz auf Klo und dann zur Halle, wo bereits ein paar Fans warteten. Wir setzten uns dazu, unterschrieben auf der Flagge – und warteten. Zum Zeitvertreib spielten wir Schiffe versenken und Black Stories. Und wir redeten, eigentlich die meiste Zeit. Nach und nach wurde es voller, Hikari und ihre Mutter tauchten dann so gegen 6 auf, eine Stunde vorm Einlass. Die verging dann auch recht schnell und es entstand erst einmal ein großes Gedränge, da wohl einige Leute der Meinung waren, es könnten alle gleichzeitig rein. Nach ein paar deutlichen Worten war das aber auch geklärt, es ging gesittet zu und wir standen in der ersten bzw. zweiten Reihe, während Hikaris Mutter hinten auf unsere Taschen aufpasste.

Die Zeit bis zum Konzertbeginn zog sich dann ewig hin, wir haben alle fünf Minuten auf die Uhr geguckt. Letzten Endes war es jedoch so weit und – wow. In der Mitte der Bühne war ein Pfosten, welcher uns meistens die Sicht auf Tsunehito und Hide-Zou versperrte. Dafür konnten wir die anderen drei Bandmitglieder sehr gut sehen.

Ich liebe ihre Outfits. Die sind wirklich einfach nur wundervoll. Ebenso ihre Musik – passt also alles. Asagi und Ruiza gingen öfter Mal auf Tuchfühlung mit dem Publikum, wie ich später von Jenny, die auf der anderen Seite stand, erfuhr, taten Tsunehito und Hide-Zou das ebenfalls.

Nach ein paar Songs gingen alle bis auf Hiroki von der Bühne, welcher dann ein Solo spielte. Schlagzeugsoli finde ich sowieso toll, ich bin auf jedem Konzert froh, wenn es eins gibt. Dieses war zwar nicht so beeindruckend, wie das bei LUNA SEA (allein schon, da das Hochwerfen der Sticks bei einer Deckenhöhe von knapp über 2 Metern irgendwie nicht wirkt), dennoch war ich begeistert.

Die Bühne im Logo ist klein, was jedoch niemanden zu stören schien. Sänger, Bassist und Gitarristen wechselten Positionen, kuschelten zuweilen ein wenig miteinander und hielten immer wieder Kontakt zum Publikum.

Gegen Ende wurde dann ‚Night-Ship D’ gespielt. Den Link zum Tanz hatte ich bereits in den letzten Post gesetzt – natürlich habe ich es nicht mehr geschafft, ihn zu lernen. Die Fähnchen fehlten auch, also haben Hikari und ich einfach bei den leichten Stellen mitgetanzt, so gut es ging.

Viel zu schnell war das Konzert vorbei, ich kaufte mir (wie einige andere auch) noch etwas am Merchandise-Stand, da man nur offizielle Produkte bei der Autogrammstunde unterschreiben lassen konnte. Eigentlich hatte ich nicht vor, mir etwas zu kaufen – doch gegen neue CDs sage ich nie was, also lohnte sich das doch. Die Autogrammstunde verlief geregelt, niemand schubste oder drängelte und die Jungs waren wirklich freundlich. Und klein. Das merkte man, als sie dann durch den Raum zum Tisch gingen.

So gegen Viertel vor elf waren wir dann wieder draußen, sind noch mit Hikari und ihrer Mutter zu deren Auto gegangen, wo wir etwas tranken und redeten, bevor Jenny und ich uns dann wieder auf den Weg zum Bahnhof machten. Um 23.27h fuhr der Zug nach Kiel, dort den Anschlusszug zu kriegen war auch kein Problem und so war ich mal wieder um halb zwei im Bett.

Fazit: Ein wundervolles Konzert, wenn D noch mal nach Deutschland kommen bin ich wieder dabei. Einziger Negativpunkt: Das Ruiza-Fangirl neben/hinter mir, das so laut kreischte, dass mein Ohr auch zu Hause noch wehtat davon.

Jetzt muss ich mich erstmal auf die letzten Schultage und die Prüfung konzentrieren, am 11. Juni ist dann Balzac Konzert.

Zum Schluss noch ein Bild des signierten Albums:

Dienstag, 10. Mai 2011

Ein bisschen Gejammer

Ja, sinnfrei. Aber ich muss das mal irgendwie loswerden.
Vor ein paar Monaten war ich noch auf dem Stand "Alles wird gut" (siehe Blogeintrag). Inzwischen hat meine pessimistische Seite wieder durchgeschlagen - und das nicht gerade knapp.

Schule nervt. Es sind noch 2 Wochen, 9 Schultage, dann habe ich das hinter mir und nur noch die mündlichen Prüfungen stehen an. Auszuhalten, sollte man meinen. Nicht jedoch für mich. Jeden Tag wird es schwerer, mich morgens aus dem Bett zu quälen und einen weiteren Schultag zu überstehen. Das liegt nicht nur daran, dass ich endlich fertig sein will, es liegt auch an den Leuten dort.
1. Meine Mitschüler. Kein Kommentar. Wir verstanden uns noch nie so wirklich.
2. Die Lehrer. Genau, ich lerne vor meiner mündlichen Prüfung in Religion (!) noch gefühlte tausend komplizierte Dinge für Bio und andere Fächer und dass mein Kreislauf gerne mal schlapp macht, sollte mich nicht am Sportunterricht hindern...nächstes Mal klapp ich da einfach zusammen, gefällt meiner Lehrerin bestimmt gut.
3. Die Schüler aus den anderen Jahrgängen. Meine Fresse, ja, ich sehe anders aus als ihr. Kein Grund, mir "Emo" hinterher zu brüllen, vor allem, wenn ich in Springerstiefeln (oder etwas Ähnlichem) rumlaufe und Metal höre. Informiert euch. -.-
4. Irgendwelche Wannabe-Emo-Whatever-Kinder. Keine Ahnung, als was die sich nun bezeichnen. Ich nenne sie Fangirls. Irgendwie - jedes Mal, wenn ich über den Schulhofe laufe oder in Kiel bin sind die auch da, rufen "Lara!" und versuchen, mit mir ins Gespräch zu kommen.
Auch wenn keine der erwähnten Personen das hier lesen wird: Lasst mich doch einfach in Ruhe.

Ein letzter Punkt zum Jammern: Das Wetter. Ich zitiere aus meinem Posting vom März:
Im Sommer werde ich wohl wieder über die Hitze rummeckern, aber Frühling und Herbst sind wundervoll.

Hmpf. Wäre ja schön, wenn es denn ein richtiger Frühling wäre, diese Hitze ist abartig. Um Halb 9 war mir bereits viel zu warm und das im T-Shirt - verdammt, ich wohne schon praktisch an der Küste, wo ist der Wind abgeblieben? Laut Windows-Sidebar-Wetteranzeige haben wir 18°C und bewölkten Himmel - von Wolken sehe ich nichts und 18°C wirken leicht untertrieben. Ich bin nicht für Temperaturen über 15/16° gemacht...

So. Und damit ich nicht nur rumjammer (is' ja schlimm hier), nochmal etwas Positives. Morgen ist D-Konzert *.*
Ich muss nur noch diesen Tanz lernen, dann passt das alles.

Freitag, 29. April 2011

Eichhörnchen

Bevor ich den Eintrag über die Tage in Frankfurt fertig habe - hier mal was Kurzes >D
Zusammenfassung von Ari geklaut, ich dachte mir, ich poste es hier auch mal.


Basierend auf unserem GazettE-Rollenspiel in MSN. Irgendwie irre das Ganze:

Uruha: *unauffällig rauslauf* Kai! Was zum Geier suchst du im Baum?! XD 
Kai: Eichhörnchen 
Reita: xDDDDDDDDDDDDDDD 
Uruha: *anglotz* is dein Schwanz auch puschlig? x_X 
Reita: *lachflash* 
Kai: *o_O was denkst du von mir? Die sollen aber lecker schmecken 
Uruha: ...dann schenk ich dir zum nächsten b-day nämlich n Rasierer x-x 
Kai: Und ich hab Hunger 
Uruha: die Eichhörnchen?! O_O 
Reita: *an lachen verreck* 
Kai: Jaa 
Uruha: Kai T~T du hast Rei gekillt T~T 
Kai: Ich mein, wenn niemand da ist, den ich flachlegen kann, geh ich halt was jagen 
Uruha: XDDDDDDDD OMFG!!!! KAI FICKT EICHHÖRNCHEN!!! 
Kai: :'D 
Reita: xDDDDDDDDDD oh gott nein xDDD 
Kai: Nein 
Reita: *bauchaua hatz* 
Uruha: *nimma einkrieg* *voll den lachflash* 
Kai: das passt doch gar nicht 
Reita: naja wies dem vieh danach geht will ich NICHT wissen 
Kai: ich will die Viecher essen, nicht ficken o_O 
Uruha: XDDDDDDDDDDDDD

Sonntag, 3. April 2011

雅-MIYAVI-

Warum war es plötzlich so warm? Letzte Woche habe ich auf dem Weg zur Schule gefroren wie im tiefsten Winter, gestern haben wir geschwitzt.

Morgens war es noch angenehm. Um halb acht aufgestanden, gefrühstückt und fertig gemacht, wobei meine Haare natürlich mal wieder nicht so wollten wie ich. Gegen zwanzig vor neun war ich dann am Bahnhof, stand da rum und wurde von ein paar Leuten meiner Schule doof angestarrt.
Der Zug kam zum Glück pünktlich, ich hatte keine Probleme, Nee zu finden und auch das Umsteigen in Kiel klappte wunderbar. Zu zweit vergingen die 1,5 Stunden Zugfahrt dann auch recht schnell und in Hamburg trafen wir uns dann noch mit Vanessa und Yvette, bevor wir zu viert zu Colours gegangen sind. Ganz ehrlich, ich liebe diesen Laden. Es gibt dort so unglaublich wundervolle Sachen – leider auch meist teuer. Im Endeffekt hatte jede von uns etwas gekauft und wir machten uns auf dem Weg zur Halle.

Ich liebe Hamburg wirklich, aber die Gegend da an der Reeperbahn/Großen Freiheit war nicht wirklich schön. Der Gestank war unglaublich – vergleichbar mit den Autobahnraststätten, die bloß aus einem Klohäuschen bestehen. An der Halle war noch nicht viel los, ein Typ kam zu uns und meinte, es werden Nummern bis 40 vergeben (die Leute mit diesen Nummern kommen dann als erstes rein, nach denen mit VIP-Tickets), sie wären gerade bei 36. Also haben wir auch noch Nummern gekriegt und erstmal ein wenig die Gegend erkundet, sprich, nach einem kostenlosen Klo gesucht. Das haben wir so direkt nicht gefunden, dafür saßen wir erst einmal ein wenig am Wasser und haben mit den anderen geklärt, wann sie ungefähr da sein wollen.

Um 14 Uhr waren wir dann wieder an der Halle, mittlerweile stand auch der Tourbus davor. Irgendwie haben wir es uns dann so gut wie möglich bequem gemacht und festgestellt, dass verdammt viele Leute in T-Shirts anderer Bands rum liefen…warum zieht man zu einem Konzert von Miyavi ein T-Shirt von LM.C an?
Die Zeit verging nur langsam, es war warm und wir hatten nichts zu tun. Miyavi hatte Ähnlichkeit mit Johnny Depp, als er aus dem Bus kam, vor allem, da er Hut und Mantel trug.

Irgendwann haben wir uns auf die Straße vor dem Bus gesetzt, da fuhren keine Autos. Wiebke kam dann irgendwann auch an und hat uns erstmal nicht erkannt – lag vielleicht auch daran, dass meine Haare nicht mehr rot sind. Nele kam dann auch noch und irgendwie waren wir dann relativ viele Leute. Ein paar Mitglieder vom Staff kamen vorbei und verteilten Zettel, auf die man Botschaften für Japan schreiben sollte, die sie dann anschließend zusammen mit uns fotografiert und eingesammelt haben.

So gegen kurz vor 6 wurde dann von der Security die Schlange gebildet. Die Leute mit VIP-Ticket wurden reingelassen, die Leute mit Nummern geordnet aufgestellt und der Rest sollte sich dahinter versammeln. Es war eine verdammt lange Schlange, das Ende konnte ich nicht einmal mehr sehen.

Drinnen haben wir dann erstmal die Sachen zur Garderobe gebracht (ich hasse diese Treppe, die erste Stufe war praktisch nicht sichtbar…), Nee ist sich dann ein T-Shirt holen gegangen und ich hab Plätze für sie und Nele besetzt. Da standen wir dann erst mal eine Weile, bis das Konzert anfing und das Gekreische losging. Teils hatte ich echt das Gefühl, ich werde taub, so laut, wie die teilweise waren.

Die Sicht war anfangs super, dann allerdings waren ein paar Idioten der Meinung, sie müssten sich unbedingt nach vorne durchdrängeln. Natürlich standen sie dann auch noch direkt vor uns, sodass ich nur einen Hinterkopf sah. Im Laufe des Konzertes haben sie sich allerdings weiter zur Mitte gedrängt, sodass wir wieder freie Sicht hatten.

Erfreulicherweise waren bei der Schweigeminute alle still – und auch danach, als er Gravity spielte, war niemand am kreischen.

Die genaue Setlist habe ich nicht im Kopf, es waren einige Songs vom neuen Album dabei, aber auch ältere wie Freedom Fighters. Einer der Höhepunkte des Abends war We love you – am Ende haben alle gesungen, während er nur auf der Bühne saß und uns filmte.

Während des Wartens auf die Zugabe ist dann direkt vor uns noch ein Mädchen umgekippt…der Blick war wirklich unheimlich. Glücklicherweise war dann direkt jemand von der Security da und hat sich um sie gekümmert. Nach der Zugabe hat Miyavi dann noch Bilder von uns gemacht, meine Stimme war praktisch tot und es setzte das große Gedränge ein, da alle raus wollten. Verständlich, es war kochend heiß in der Halle.

Nee und ich sind auch raus und haben erst einmal frische Luft geschnappt, bevor wir unsere Sachen holen wollten. Die Frau am Eingang war dann sehr freundlich und meinte, wir dürften nicht wieder rein. Als wir ihr sagten, dass wir noch gerne unsere Sachen holen würden, meinte sie, eine von uns dürfte. Ich hab dann erstmal beide Garderobenzettelchen bekommen und mich angestellt, Nee kam kurz später, als die Frau gerade abgelenkt war.

Endlich wieder draußen standen wir noch kurz neben der Tür und haben auf Hikari und ihre Freundin gewartet, mit denen wir uns eigentlich schon vorher treffen wollten, was aber nicht geklappt hat. Wir haben noch eine gefühlte Ewigkeit geredet, dann sind Nee und ich Richtung Bahnhof aufgebrochen, waren noch mal auf Klo und haben uns etwas zu trinken geholt, bevor dann der Zug Richtung Kiel fuhr.

Fazit: Ein verdammt toller Tag, ein super Konzert, aber es war viel zu heiß.

Dienstag, 22. März 2011

Rosa Luxemburg und Currywurst Pommes

Endlich komme ich auch mal wieder zum Schreiben. Die letzten Tage waren anstrengend. Donnerstag und Freitag Theaterfahrt – wie gesagt, anstrengend, aber auch sehr schön. Durch ein paar Probleme hängen wir dieses Jahr mit dem Zeitplan ganz schön hinterher, aber wir konnten auf dieser Fahrt so einiges aufholen.

Begonnen hat sie allerdings etwas chaotisch – der Vater einer Theaterkollegin hat mich mitgenommen und dachte sich, wir könnten ja den Weg nehmen, den man auch mit dem Fahrrad fährt. Mit anderen Worten: Ab durch den Wald. Und zwar so richtig. Zu beiden Seiten kleine Abhänge hoch oder runter, danach teils der See, schmale Straße. Wenn uns jemand entgegen gekommen wäre – irgendwer hätte den kompletten Weg rückwärts fahren müssen, da war keine Chance aneinander vorbei zu fahren. Wir sind aber doch heil angekommen, bei der Zimmerverteilung gab es keine Probleme und bis zum Mittagessen war noch etwas Zeit zum Proben.

Vorher allerdings fragte unsere Lehrerin noch nach den Vegetariern, damit auch wir etwas zu essen kriegen. 6 von 12 Leuten ist ein verdammt hoher Schnitt. Bei der Essensausgabe hieß es dann „Ich wusste nicht, dass hier Vegetarier sind, ich hab jetzt nur ein bisschen.“ Sehr schön. Warum wurde ihm das noch gleich gesagt? Einer von uns bekam erstmal kein Essen beschwerte sich und bekam dann doch noch etwas – das ganz normale, wo der Koch einfach nur das Fleisch rausgepickt hatte. Nicht gründlich, aber nun ja.

Nachmittags hieß es dann wieder Probe – und teilweise Freizeit, die wir auf dem Zimmer der Jungs verbrachten. Ziemlich witzig, auch wenn ich die Witze hier nicht wiedergeben werde. Es gibt bestimmt so einige, die mit diesem zugegebenermaßen sehr schwarzen Humor nichts anfangen können.

Abends, nach dem Essen, haben wir dann alle zusammen gespielt. Zuerst Black Stories. Falls jemand das Spiel nicht kennt: Es ist eine Situation vorgegeben und die Mitspieler müssen raten, wie es dazu kam. Sehr witzig, ich kann es nur empfehlen. Teilweise aber auch etwas makaber…man muss es mögen. Anschließend folgte dann Scharade. Die erste Runde mit Begriffen für Pantomime und Erklären, die zweite dann nur noch mit Pantomime, alle Begriffe selbst ausgedacht. Das Beste daran war die Darstellung von Papst. Denkst hier einfach mal an den großen Skandal der katholischen Kirche in letzter Zeit ;)
Zum Schluss spielten wir noch Prominentenraten – jemand meinte, meine Person sei verdammt schwer. Ich war die erste die es raus hatte. Und ganz ehrlich, so schwer ist Rosa Luxemburg auch nicht, wenn man schon bei ermordete Politikerin des zwanzigsten Jahrhunderts ist.

Freitag standen dann wieder Proben an und während die anderen noch bis Samstag blieben, wurde ich bereits Abends abgeholt, was mich auch gleich zum nächsten Punkt führt.

Girugämesh, live in Bochum. Eine Stunde Schlaf habe ich Freitagabend noch gekriegt, mich dann auf den Weg zum Bahnhof gemacht. In Kiel durfte ich eine halbe Stunde darauf warten, dass die endlich mal den Zug nach Hamburg bereit stellten – für gewöhnlich steht der da schon, wenn man ankommt.
Immerhin fuhr er pünktlich los und die erste halbe Stunde hatte ich den kompletten Waggon für mich alleine. Unglaublich entspannend so etwas. Niemand, der mich komisch anstarrt oder durch irgendetwas anderes nervt. Dann allerdings stiegen ein paar junge Männer der Sorte „Ich-bin-der-coolste-Checker-der-Welt“ hinzu und vorbei war’s mit der Ruhe. Einer kam zu mir und redete mich auf Spanisch an. Sehr cool, ich habe nichts verstanden, aber der Sinn war klar. Da ich absolut keine Lust auf ihn hatte, bin ich aufgestanden und hab mich woanders hingesetzt.

Natürlich schaffte die Deutsche Bahn es nicht, pünktlich zu sein und so kam ich mit 20-minütiger Verspätung in Hamburg an. Da hat dann aber wieder alles geklappt, ich habe meine Freundin ohne Probleme gefunden und wir sind zu einer Filiale der Fast-Food-Kette mit dem großen M. Nicht um was zu Essen, aber der Zug nach Bremen fuhr erst um halb 6 und wir wollten ins Warme. Nur…sonderlich warm war es auch dort nicht. Irgendwie haben wir jedoch die Zeit rumgekriegt und endlich konnten wir weiter. Bremen, Osnabrück (wo wir noch zwei weitere Mitfahrerinnen abholten), Bielefeld und schließlich Bochum. Im Zug wurden wir von so einigen Mitfahrern doof angestarrt – man gewöhnt sich daran und irgendwie war es auch witzig.

In Bochum trat dann das nächste Problem auf – wo findet man eine kostenlose Toilette? Richtig, schon wieder besagte Fast-Food-Kette. Bloß musste man erst einmal auf die Idee kommen, dass man dazu aus dem Bahnhof raus muss. Der Bus war dann aber immerhin leicht zu finden, die anderen Leute, die zum Konzert wollten, waren auffällig genug, man musste ihnen einfach nur Folgen. Bei der Halle angekommen war bereits verdammt viel los. Wir standen erstmal ganz am Ende der Schlange, es dauerte allerdings nicht lange, bis dort so viele Leute waren, dass wir bereits in der Mitte standen.

Bei der Autogrammstunde hieß es zunächst, man dürfe mehrere Sachen unterschreiben lassen. War dann aber nicht so, also konnte ich den zwei Freundinnen, die mich gefragt hatten, keine mitbringen. Aber ich selbst habe welche und die Jungs waren wirklich unglaublich freundlich.
Anschließend waren es immer noch ein paar Stunden bis zum Konzertbeginn – und man merkte deutlich, dass sehr viele nur für die Autogrammstunde gekommen waren und keine Tickets für das eigentliche Konzert mehr abgekriegt hatten. Wir standen ziemlich weit vorne in der Schlange, haben uns dann irgendwie die Zeit vertrieben und dann war auch schon Einlass. Ein Teil des Erlöses aus den Merchandise-Verkäuden geht an die Opfer des Unglücks in Japan, außerdem stand eine Spendenbox bereit, was ich wirklich sehr gut finde.

Man merkte auch beim Konzert, dass sie nicht so ganz bei der Sache waren. Trotzdem haben sie einfach eine unglaublich geile Show geliefert. Mein Kreislauf war nicht so begeistert davon, dass ich kaum geschlafen, gegessen oder getrunken habe, also konnte ich leider beim moshen nicht mitmachen. Geschwitzt habe ich aber dennoch. Die Auswahl an Songs war wirklich genial, man konnte sehr gut dazu feiern.

Zwischendurch hat ShuU (der Bassist), noch ein wenig Deutsch mit uns geredet. Viel hat man nicht verstehen können, trotzdem haben es alle nachgebrüllt. Was ich verstanden habe war „Ich liebe euch!“ und „Currywurst Pommes!“ Falls jemand noch etwas raushören will – auf Youtube sind Videos davon. Vielleicht habt ihr ja mehr Erfolg als ich.
Satoshi hielt auch noch mal eine Rede, allerdings auf Englisch, wo er auf die Spendenbox hinwies und uns bat, zu helfen.

Nach dem Konzert war ich vollkommen fertig, konnte meine Füße nicht bewegen, aber ich war auch glücklich. Meinen Rucksack hatte ich glücklicherweise nicht an der Garderobe abgeben müssen, ein paar andere nette Leute haben ihn in ihrem Auto eingeschlossen, zusammen mit weiteren Taschen und Jacken.

Die Busfahrt zurück zum Bahnhof – nun ja. So stellt man sich die U-Bahn in Tokyo zur Rush-Hour vor. Dicht an dicht gedrängt, keine Chance, sich zu bewegen. Als ein paar Leute aussteigen wollten, mussten auch ein paar von uns erstmal raus um Platz zu schaffen. Der Vorteil war, dass man nicht umfallen konnte.

Da das Konzert früher zu Ende war als erwartet, dachten wir, wir können ja auch schon eher fahren, das Wochenendticket galt ja eh noch. Wir sind bis Osnabrück gekommen. Für zwei von uns vorteilhaft, sie konnten sofort nach Hause. Wir beiden anderen hockten dann allerdings da. Von ungefähr Mitternacht bis 7:38h, da Sonntags der erste Zug nicht um 4:21h fährt. War ja klar. Und die Leute da sind unfreundlich. Beim goldenen M wurden wir angemeckert, weil wir ein bisschen gedöst haben. Irgendwie (mit Hilfe von Koffein) haben wir es auch da geschafft, die Zeit zu überstehen. Bis Hamburg kamen wir dann problemlos weiter, ich musste dort erstmal nach Altona und dann in den Zug nach Kiel, der fährt momentan nicht immer vom Hauptbahnhof. Und hier gab es wieder Verspätungen, da die Strecke ausgebaut wird und nur eingleisig befahren werden kann, muss immer ein Zug warten, wenn einer entgegen kommt. Aber der Schaffner war freundlich – ich war nur einen Tag nicht im Norden, aber es tat wirklich gut, mit einem „Moin“ begrüßt zu werden, anstatt einfach nur ein übel gelauntes „Fahrkarten bitte!“ entgegen geschleudert zu bekommen.

Schließlich hatte ich auch das dann geschafft, war gegen Viertel nach 2 zu Hause und eine halbe Stunde später im Bett. Fast 38 Stunden ohne Schlaf und mit einem anstrengenden Konzert lagen hinter mir…ich habe bis Montagmorgen durchgeschlafen und war auch danach noch nicht wirklich fit.
Ich würde es jederzeit wieder tun, aber trotzdem bin ich froh, dass das nächste Konzert wieder in Hamburg ist.

Sonntag, 6. März 2011

Alles wird gut

Einerseits ist das der Titel eines Filmes, den ich am Mittwoch mit ein paar Freundinnen gesehen habe. Wirklich empfehlenswert. Andererseits ist es auch meine derzeitige Einstellung. Zum ersten Mal seit Langem.

Die erste Abiturklausur liegt hinter mir – zwar war es die, die mir am wenigstenSorgen bereitete, doch sie half mir, meine Nervosität zumindest teilweise loszuwerden. Mathe und Geschichte stehen noch aus, im Juni dann die mündliche in Religion. Ich habe Angst vor der Geschichtsklausur, ja. Doch ich versuche einfach, positiv zu denken. Das klappt schon. Und das mit dem Skandinavistik-Studium im Herbst wird auch klappen.
Zudem ist wundervolles Wetter – endlich wieder Plusgrade. Sie sind zwar noch einstellig, doch ich bin mir sicher, auch das wird sich in den nächsten Tagen bessern. Die Sonne scheint, der ganze Schnee schmilzt endlich. Ich habe genug vom Winter, freue mich jetzt auf den Frühling. Im Sommer werde ich wohl wieder über die Hitze rummeckern, aber Frühling und Herbst sind wundervoll.
Mittwoch war ebenfalls ein wundervoller Tag – zwar noch mit eisigen Temperaturen, aber ich konnte ausschlafen, dann ein wenig lernen und abends ging es, wie bereits erwähnt, zum Treffen mit Freundinnen. Ich sehe diese Leute wöchentlich – nicht immer sind alle da, aber wir sind mittlerweile eine echt tolle Gruppe.

Noch ein Grund, mich zu freuen: Musik. Ich habe heute das CD-Regal meines Vaters durchstöbert und mir einige CDs ‚ausgeliehen’. Das heißt, sie werden so lange in meinem Zimmer herum stehen, bis er nach ihnen fragt. Und ich habe neue Musik auf dem PC – Deep Purple, The Rolling Stones, R.E.M., Eurythmics und The Who. Nachdem neulich bereits seine Led Zeppelin und Uriah Heep CDs ihren Weg hierher fanden. Nichts gegen moderne Chartmusik (oder vielleicht doch ein bisschen…), aber dagegen haben Lady Gaga und Co. bei mir absolut keine Chancen.