Mittwoch, 15. April 2015

Von Warnsignalen und angenehmen Tätigkeiten

Ich habe es Anfang April, Ende der Semesterferien, geschafft, zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit einen Termin bei der Therapeutin völlig zu verplanen. Wir haben uns dann trotzdem noch für kurze Zeit zusammengesetzt, um Warnsignale zu besprechen, die mir bereits deutlich machen, dass ich wieder in Depressive Phasen hinein rutsche - das Vergessen von Terminen ist nur eines davon und ich denke, es ist wichtig, dass ich mir diese Signale vor Augen führe und rechtzeitig eingreifen kann.
Es geht aber auch darum, dafür zu sorgen, dass meine Semesterferien nicht wieder komplett leer bleiben, denn es geht mir besser, wenn ich einen geregelten Tagesablauf habe. So sehr ich auch über dieses frühe Aufstehen meckere (zwei Mal die Woche um 8 Uni, ich bin das gar nicht mehr gewohnt), ich merke doch, dass ich schnell wieder in die Depression rutsche, wenn ich gar nichts zu tun habe. Wenn dann noch der erwähnte Stress wegen einer Klausur hinzukommt (ich habe übrigens bestanden ^.^), fällt da irgendwie alles zusammen.
Von daher habe ich jetzt eine Liste mit Tätigkeiten, die ich durchgehen und evtl. ergänzen soll. Da sind auch Dinge drauf, die total dämlich klingen (alleine U-Bahn fahren) oder für mich der pure Horror sind (zum klingelnden Telefon gehen), aber vielleicht finde ich ja ein paar Anregungen, um nicht nur den ganzen Tag sinnlos durchs Internet zu klicken.
Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten. Die Uni hat wieder angefangen und ich habe jetzt schon Massen an Lesestoff und Hausaufgaben und sonstwas, aber das wird schon. 

Montag, 23. März 2015

Dienstagsfüller

Die Erklärung, was das eigentlich ist, findet ihr hier. Ich habe dann beschlossen, auch mal mitzumachen, damit hier mal wieder etwas Leben in den Blog kommt. 

Wenn ich am Meer bin, kann ich mich am Besten entspannen.

Ich liebe das Meer, den Geruch, den Wind, das Rauschen der Wellen und die Schreie der Möwen. Die Berge sind auch toll, wenn man alleine (oder mit wenigen Leuten) auf einem Felsen sitzt und Täler und Bergketten überblickt, aber nichts kann das Meer da übertreffen.

Im Moment lese ich zu viel.

ich habe diese Angewohnheit, mehrere Bücher gleichzeitig anzufangen. Aktuell sind das "Schwarz" von Stephen King, "Hilal" von Torgrim Eggen, "X-Wing - Die Mission der Rebellen" von Michael Stackpole, "Der Goldene Kompass" von Philip Pullman...soll ich weitermachen? Gefühlt hat jedes zweite Buch im Regal ein Lesezeichen. 

Mit meinen Freunden bin ich am Liebsten.

Das klingt jetzt ein bisschen blöd, aber ich mag es, einfach Zeit mit ihnen zu verbringen. Filme gucken, reden, schweigen, lachen, trinken, was auch immer. 

Ich freue mich, dass es Bier gibt.

Ich freue mich auch über eine Menge andere Dinge, aber ich mag Bier. Vor allem Dunkles. Und das war mein erster Gedanken dazu. 

Dienstag, 3. März 2015

Pläne - oder deren Nicht-Existenz

Ich habe es geschafft, durch die Literaturwissenschaftsklausur zu fallen. Zum zweiten Mal, dabei hatte ich bei diesem Versuch ein echt gutes Gefühl und dachte mir, dass das schon was wird. Ich weiß, dass ich jetzt zur Klausureinsicht gehen sollte, mir angucken, was ich falsch gemacht habe, aber ich bin immer noch nicht in der Lage, mir meine Fehler anzusehen ohne mich selbst dafür zu hassen, sie gemacht zu haben. Ich habe es in der Schule gehasst, Klausuren zurückzubekommen und zu sehen, was ich alles falsch gemacht habe. Ich hasse es heute noch bei den Aufsätzen in Norwegisch. Ich will gut sein, besser, aber ich will mir nicht eingestehen, dass ich scheitern könnte.
Zeitgleich ist da diese Stimme, die sagt, dass ich jetzt nur noch einen Versuch habe - und das ist etwas, das mir wirklich Angst macht. Ich mag dieses Studium, ich glaube, es ist für mich genau richtig, aber was, wenn ich jetzt aufhören muss, weil ich eine Klausur nicht bestehe? Dann stehe ich wieder an dem gleichen Punkt wie vor vier Jahren und frage mich, was ich mit meinem Leben anfangen soll. Ich habe keine Berufspläne oder Wünsche, keine Alternativen, weil ich mich auf ein Ziel festlege und mir keine Gedanken mache, was sonst passieren könnte. Da sind keine Notfallpläne mit drinnen, auch, weil es nichts gibt, das ich machen wollen würde. Skandinavistik ist so ziemlich das einzige, das mich interessiert - und jetzt habe ich Angst, das aufgeben zu müssen. Ich traue mich nicht einmal, die Dozentin anzuschreiben und zu fragen, wann ich mir die Klausur ansehen kann, aber vielleicht schafft meine Therapeutin es ja am Donnerstag, mir da ein wenig unter die Arme zu greifen. Zumindest wird mir das Gespräch gut tun, denke ich. 

Dienstag, 20. Januar 2015

Noch lange nicht gesund

Eigentlich hatte ich vermeiden wollen, dass der erste Post in diesem Jahr in die negative Kerbe schlägt, aber ich kann es gerade nicht ändern.
Die Stimmungsschwankungen sind wieder extrem, es schlägt innerhalb von kürzester Zeit um und leider bleibt die depressive Stimmung viel zu oft und viel zu lange haften. Besonders schlimm ist es, wenn ich im Bett liege und schlafen will, weil ich dann keine Ablenkung habe. Meine Gedanken driften ab in eine Spirale des Negativen, aus der es kein Entkommen gibt, weil jeder Versuch, positive Gedanken heranzubringen, sofort überdeckt wird.
Ich fühle mich gut, wenn ich mit meinen Mitbewohnern oder Leuten von der Uni rede, aber wenn ich dann alleine bin, kommt die ganze Scheiße wieder hervor. Derzeit habe ich sogar skype ausgeschaltet (so, dass es sich beim PC-Start nicht automatisch öffnet) und das ist etwas, das ich seit Jahren nicht getan habe. Ich kriege es gerade einfach nicht hin, dauerhaft on zu sein, aber ich finde, ich muss das auch nicht. Die meisten Leute dort nerven mich eh und in den meisten Chats schreibe ich nichts. Und wenn ich dann doch mal versuche, mit jemandem wirklich zu schreiben, wird das irgendwie recht einseitig, weil ich keine richtigen Antworten kriege. Schon ein wenig frustrierend - und überaus förderlich für meine Selbstzweifel und dieses Gefühl der Wertlosigkeit. Tatsächlich wäre es mir sogar relativ egal, worüber man schreibt - aber ich vermisse es, stundenlang mit jemandem chatten zu können, über welche Themen auch immer. Momentan habe ich aber eher das Gefühl, man ignoriert mich. Bisher hat jedenfalls noch niemand eine Mail geschickt - ich weiß nicht einmal, wann das letzte Mal jemand gefragt hat, wie es mir geht.
In der Hinsicht vermisse ich dann ein paar Leute, die ich aus meinem Leben gestrichen habe. Sie taten mir auf Dauer nicht gut, aber ich hatte zumindest das Gefühl, dass sie sich für mich interessieren.
Wie auch immer. Ich gehe mir jetzt Tee machen und hoffe, dass ich später nicht bereue, so viel geschrieben zu haben. 

Dienstag, 9. Dezember 2014

Schlaflosigkeit

Mein Schlafrhythmus ist im Eimer. Also, komplett. Am Wochenende habe ich kaum geschlafen und jetzt ist es halb sechs, ich sollte eigentlich um 8 in der Uni sein und ein Referat halten, aber ich habe das Gefühl, gleich auf der Tastatur einzuschlafen. Während ich das hier tippe und mich ständig korrigieren muss.
Generell waren die letzten Tage irgendwie ... meh. Ein Wechsel zwischen guter Laune und von allem angekotzt, außerdem kommen meine Selbstzweifel mal wieder stärker durch und überhaupt zu viele negative Gedanken. Meine Therapeutin meinte, dass wir ab Januar wieder Termine machen können, und ich denke, dass das wirklich sinnvoll sein dürfte. Es ging eine ganze Zeit gut, so in der Therapiepause, aber da waren dann auch Semesterferien und Urlaub und Umzug. Jetzt bin ich wieder nur gestresst und das ist furchtbar. In der Uni selbst geht es meistens, ich mag meine Kurse, aber wenn ich mir dann zu Hause angucke, wie viel ich an Hausaufgaben habe und wie viel ich für die Klausuren lernen muss, kommt die Angst wieder durch, das nicht zu schaffen.
Furchtbar. Ich will ins Bett. Ich glaube, ich schreibe der Dozentin eine Mail, dass ich das Referat gerne verschieben würde, weil ich momentan nicht einmal Deutsche Sätze vernünftig hinkriege, wie soll das denn dann mit Norwegisch werden? Ich meine, ein Referat von letzter Woche wurde auch verschoben, das sollte schon irgendwie gehen. Hoffe ich. So, wie es mir gerade geht, wird das nichts. Zu blöd nur, dass Depression wohl nicht als Entschuldigung gilt - aber nun ja. Uni ist verdammt wichtig, aber meine geistige Gesundheit (haha) will ich nicht wieder so aufs Spiel setzen wie früher.

Sonntag, 26. Oktober 2014

Der NaNo in greifbarer Nähe

Ich habe hier ewig nichts gepostet, stelle ich gerade fest. Aber es gab auch nicht viel zu berichten.
Wir sind umgezogen und haben das Experiment "Chaos-WG" gewagt und bislang klappt es wirklich gut. Zwischen einigem Ärger mit der Bahn war ich auf einem Konzert und bei Usertreffen und natürlich auf der Jedi-Con in Düsseldorf, wo ich Leute der Beskarschmiede getroffen habe und generell sehr viel Spaß hatte.

Morgen geht die Uni für mich dann auch endlich wieder los, der Tag beginnt mit Norwegisch und Isländisch und später wollten wir dann noch schwimmen gehen.

Außerdem fängt am Wochenende der (für mich fünfte) National Novel Writing Month an und ich werde dieses Jahr an Früher war mehr Lametta weiterschreiben. Da sollte ich es auch hinkriegen, 50.000 zusammenhängende Wörter zu schreiben.

Viel zu sagen gibt es sonst nicht mehr. Wer mehr über unsere WG erfahren möchte, der sollte unserem super epischen Blog folgen: http://kyrimorut.wordpress.com/ 

Samstag, 30. August 2014

Hoher Sonnblick

5am: Waking up to the sweet sound of Rammstein, getting up and dressed and telling my brother to get up. A little breakfast and then we’re on our way.
6am: We reached the parking lot at 1541metres above sea level (m a.s.l. in the following texts). Four other people are getting ready for their tours and so do we.
6:08am: Target located! I’m starting to question my sanity. This isn’t the first time, but last time we made it in three days (that was planned) and that was really easy.

6:42am: Still quite dark, but the view is great. The path – not so much. I mean, look at that.


7:09am: We reached the last trees and had a great view up to the Zittelhaus, the house at the summit


7:53am: The first stop: Neubau at 2175 m a.s.l. Had tea and hot chocolate before going on again

9:21am: A short break. Don’t know, how high we were. See that small white place in the woods? That’s where we started.

10:29am: Next stop Rojacherhütte at 2718 m a.s.l., we drank a bit before going up the crest. That meant climbing, so we put the trekking poles into our backpacks.

11:06am: No, that’s not the path. That’s the way down if you slip and fall, so don’t so that.

11:11am: Now, that’s the way. Looks better, right? Getting up there was actually pretty easy.

11:19am: Yeah, that’s also the way. That was a bit hard, but getting down was a real challenge.

12:36: We made it! Zittelhaus at 3105 m a.s.l. Not over that crest on the right, but over the glacier in the middle. Walking up that thing was horrible. Walking down  there was a nightmare.

1:31pm: Had a long break with the people we met a the parking lot in the morning. Now enjoying the view.



2:59pm: Did I mention the glacier and getting down? We took the longer way down. Longer as in we need less time and go further down the snow-covered ice. I slipped and managed to ram the hiking pole in the snow so that I only fell about two metres, but that was enough and that whole thing almost made me have a panic attack, which is why we crossed the snow to reach the crest again. Climbing down wasn’t easy, but everything was better than that nightmare. This is what it looked like from the crest, it was worse standing on it.

5:12pm: Neubau again. We’ve been hiking for more than eleven hours now and we still had quite a bit to go. Everything hurt.

5:59pm: Twelve hours. We reached the first trees knowing exactly that it’d take about another hour to get back to the car.

8pm: Home (or, well, at the house we’re staying). Showered. Feeling a bit more alive again. That tour was hard and I’m never going over a glacier again.